WM-Fieber
WM-Fieber oder einmal aussehen wie alle anderen
Ein eingefleischter Fußballfan bin ich nicht, aber ich nutze die Gunst der Stunde.
Seit Beginn der WM lösen sich meine Kleiderprobleme wie von selbst.
Ein großes Fußballtrikot in XXL, schwarze Jogginghose, bequeme Slipper, aufgestylt mit bunten Hawaiketten in Nationalfarben und ab zum Public Viewing.
Selbst in Büros und anderen Arbeitsstätten toleriert - erlaubt ist was gefällt.
Natürlich besitze ich eine Kollektion von Trikots der verschiedenen Nationen, denn schließlich unterstütze ich gerne auch die anderen Mannschaften, denn dies schafft weiteren Spielraum: der Luxus ist nicht auf die Deutschlandspiele beschränkt.
Das Outfit kann bequem auf dem Balkon gelüftet werden, denn Maschinenwäsche bringt es auf Grund der minderwertigen Qualität zum Schrumpfen, aber inmitten der schwitzenden Fußballfans fällt das gar nicht mehr auf.
Und das ist Kernpunkt: Als Plus-Size-Lady möglichst nicht auffallen oder in bekannten Übergrößengeschäften die Papageiennummer mitmachen.
Zusätzlich zum Genuss der überaus praktischen Kleidung finden sich auf den Fanmeilen Anbieter für jede Art von kulinarischen Köstlichkeiten -direkt vom Grill.
Ungeniertes Zulangen wird hier nicht mit Blicken gestraft, sondern wohlwollend zur Kenntnis genommen. Essen und Trinken kurbelt schließlich derzeit die Wirtschaft an wie nichts anderes.
Fazit: Es lebe der Fußball, der Ball ist rund, ich führe in diesen Zeiten ein schönes rundes Leben zumindest bis zum Endspiel.
Das (Schlaaand-) Schaf
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