Nach einer kurzen Filmunterbrechung geht es weiter mit der Werbung?
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, aus wieviel Werbung das Fernsehen mittlerweile besteht?
Den Sendern wird gestattet, 12 Minuten pro Stunde (20%) Reklame zu zeigen. Hört sich in Zahlen eigentlich nicht so an, als wäre es besonders viel. Dafür kommt es einem subjektiv während des Fernsehens so vor, als wäre es deutlich mehr. Das mag daran liegen, dass 3 mal pro Stunde eine Werbeunterbrechung stattfinden darf, dass die Eigenwerbung unendlich lang dauert, oder dass einige Sender mittlerweile mit „Nach nur einem Spot geht’s weiter“-Werbung arbeiten, die durch eine sinnfreie Einleitung angekündigt werden. So viel kann niemand trinken, dass er all diese Pinkelpausen bräuchte.
Da sich Privatsender fast ausschließlich durch den Verkauf von Werbezeiten finanzieren, schöpfen diese ihr gesetzlich erlaubtes Kontingent voll aus, während die öffentlich-rechtlichen Sender einen großen Teil ihrer Bezüge durch die Rundfunkgebühr erzielen und daher einerseits weniger auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, andererseits aber auch per Gesetz daran gehindert werden, nach 20 Uhr Werbespots zu senden.
Freundlich ausgedrückt kann man Werbung auch Verbraucherinformation nennen. Klar, hier wird mir gesagt, was es Neues und Altbewährtes auf dem Markt gibt. Aber: An wie viele der gezeigten Produkte können Sie sich am Ende eines Fernsehabends erinnern und welche davon würden Sie kaufen, weil die Werbung so überzeugend war?
Das (glotzende) Schaf
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