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Die Moral der Werbeikonen

10.09.2010 12:14 von

Um Werbung kommt man nicht drum herum und um die KIK-Werbung schon mal gar nicht.

Die piepsige Verona Poth wirbt für den Textil-Discounter und seit ein paar Tagen sogar für die eigene Kollektion, die bei KIK erscheint. „Der Preis ist so klein, den kann man schon mal übersehen“, ebenso wie die Produktionsbedingungen die hinter der Kleidung stehen.

Wie kann Verona Poth für diese Leistung als Werbeikone gefeiert werden?

 

Es ist nicht das erste mal, dass wir mit furchtbaren Arbeitbedingungen von Discounter im In- und Ausland konfrontiert werden. Schlechte Bezahlungen, keine Betriebsräte, Mitarbeiterbespitzelungen, das Ausbeuten der Arbeiter in armen Ländern, das Kleinhalten der Leute, Drohungen und Angstverbreitung.

 

Aber was tun wir dagegen? Außer aufregen, natürlich?

Jeder kann in seinem, kleinen bescheidenen Rahmen etwas tun. Einfach ein bisschen mehr Bedacht und Sorgfalt bei der Auswahl der Produktanbieter. Sich einfach mehr informieren, wo die Dinge herkommen, die ich kaufe und wie sie produziert werden. Den Einkauf bei Drogeriemärkten mit schlechten Arbeitsbedingungen, bei Textildiscountern, die in anderen Ländern arme Menschen ausbeuten, bei Billig-Bäckereien und anderen großen Discountern hinterfragen und bei Nichtgefallen, meiden. Genauso wie man keine Eier aus Käfighaltung oder Pelze kaufen sollte.

Dies sollen nur Anregungen sein, nicht jeder kann alles machen, aber ein bisschen bewusster damit umzugehen, was wir konsumieren und wo es herkommt und wer unter unserem Konsum leidet, ist nicht zuviel verlangt.

 

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